# 5 Tipps für den besten ersten Eindruck

- URL: https://hr-passionista.com/5-tipps-fuer-den-besten-ersten-eindruck-lernen-von-pippi-langstrumpf/
- Veröffentlicht: 2020-08-28
- Aktualisiert: 2026-01-20
- Autorin: Marion Eppinger (HR-Passionista)
- Kategorien: Employer Branding, Kommunikation

> So gelingt dein erster Eindruck: 5 praxisnahe Tipps und inspirierende Impulse von Pippi Langstrumpf für das nächste Vorstellungsgespräch.

(c) picture by Svensk Filmindustrie (SF)

### Was wir von Pippi Langstrumpf
für das nächste Erstgespräch lernen können

> ##### Inspiriert zu diesem Artikel wurde ich durch eine Geschäftsreise, bei der ich mit Menschen einen Tag verbracht habe, die ich noch nie zuvor getroffen habe und mit denen ich eine Beziehung zu einem bestimmten Thema aufbauen wollte. Es gab Situationen, die waren aufregend und unerwartet zugleich und haben in mir eine bedeutende Frage auftauchen lassen: **Wie bereitet man sich denn nun am besten für so einen Termin vor?**

Eines ist klar – **die Macht des ersten Eindrucks ist immens stark.** Studien zufolge dauert es allenfalls **100 Millisekunden**, um sich eine **Meinung über jemanden zu bilden** und diese zu manifestieren. Danach steht für uns **nahezu unveränderlich fest**, wie wir eine **Person einschätzen** – wer ist **attraktiv, sympathisch, vertrauenswürdig** und wer eben nicht.

###### Gibt es daher eine Möglichkeit den ersten Eindruck gezielt in einer Situation zu beeinflussen?

Na klar – einen **zweiten Blick auf jede Situation werfen**, ist schon mal ein guter Anfang. Verstehen **wie der Gesprächspartner/die Gesprächspartnerin so „tickt“** und dann schnellstmöglich eine **gemeinsame Basis finden**, kann **sehr effektiv** **für jeden ersten Termin** sein.

Das klingt **in der Theorie** natürlich alles **sehr einfach**, ist es aber leider **in der praktischen Anwendung nicht so ganz**. Doch nicht verzagen – es gibt dafür natürlich **zahlreiche Hilfestellungen!**

Um einen **guten ersten Eindruck** zu hinterlassen, habe ich hier **meine hilfreichen 5 Tipps** für einen **persönlich beeinflussten, erfolgreichen Erstkontakt** zusammengefasst:

### **1\. Fünf Sinne**

In der Kommunikation alle **fünf Sinne zu berücksichtigen**, macht einen immensen Unterschied: **Visuell, Auditiv, Kinästhetisch, Olfaktorisch und Gustatorisch** – alle diese Typen **müssen angesprochen werden**. Wie man herausfindet, welcher Sinn die Präferenz des Gegenübers ist? Es hilft mit **gezielter Wortwahl** mit dem Gegenüber **in Verbindung zu treten** und dessen **Reaktion zu beobachten** – die **Typen kristallisieren sich oft schnell heraus**. Hier ein paar **Anwendungsbeispiele**:

-   **Visuell**
    *„Können Sie sich ein Bild davon machen?“*
-   **Auditiv***
    „Es klingt wie Musik in meinen Ohren.“*
-   **Kinästhetisch**„Lassen Sie uns alle Informationen zusammentragen.“
-   **Olfaktorisch**„Ich glaube in dem Fall haben Sie den richtigen Riecher.“
-   **Gustatorisch**„Lassen Sie sich den Gedanken auf der Zunge zergehen.“

Reagiert der Gesprächspartner/die Gesprächspartnerin **besonders stark auf einen der Sinne**, kann man **bewusst seine Wortwahl in die ansprechende Sinneswelt** des Gegenübers lenken.

### **2\. Körperhaltung**

Die **Körperhaltung des Gesprächspartners zu analysieren,** kann unterstützend für jedes Gespräch sein. Es kann sogar besonders förderlich dafür sein, eine **Beziehung zu dem Gegenüber aufzubauen** und kreiert eine beschleunigte **Vertrauensbasis**. Es vermittelt **Aufmerksamkeit, Wertschätzung und verbessert die Kommunikation gesamtheitlich.**

Was kann denn bei der Körperhaltung alles analysiert werden?

Abgesehen davon, wie oben angeführt, die fünf Sinne zu nutzen – können **Armbewegungen, Sitzhaltung, Atmung, Lächeln und auch die Kopfhaltung** beobachtet werden.

###### ➯ ACHTUNG
wichtig dabei ist: die Analyse der Körperhaltung und das Nachahmen sollten intuitiv passieren. Wenn es zu einer Art „Wettstreit“ wird und sich unnatürlich anfühlt, sich gegenseitig zu „kopieren“, wirkt das auffällig unglaubwürdig und ist nicht förderlich in einem Gespräch.

### **3\. Metaphern verwenden**

Um ein **Thema besser zu veranschaulichen, hilft es** im Gespräch oder bei Erklärungen eine **Metapher zu verwenden, denn wie sagt man so schön? Ein Bild sagt mehr als tausend Worte.**

Eine Kommunikation mit Metaphern spricht wieder die unterschiedlichen [Sinneskanäle](https://www.landsiedel-seminare.de/nlp-bibliothek/practitioner/p-02-00-repraesentationssysteme.html) aller ZuhörerInnen an. Es ermöglicht **Geschichten** besonders **lebhaft und bildhaft zu gestalten**.

###### Folgende Metaphern werden gerne in Gesprächen verwendet:

-   Diese Übung ist ein Tropfen auf den heißen Stein.
-   Bei dieser Aussage bin ich aus allen Wolken gefallen.
-   Oft habe ich das Gefühl, er/sie ist mit allen Wassern gewaschen.
-   Oft ist der Alltag wie ein Auf und Ab, es ist nur die Frage wie man damit umgeht.

Dies sind nur einige Beispiele von vielen. Aber eines steht fest: Metaphern begeistern das Publikum und machen die Sprache sowohl facettenreicher als auch vielschichtiger.

### **4\. Eine gemeinsame Aktivität**

Als Trainerin verwende ich besonders gerne **Lego als Einstieg** in einen Workshoptag oder auch bei einem Ersttermin. Erstens, jeder spielt gerne mit Lego und zweitens, **man kann nicht wirklich etwas falsch machen** – d. h. TeilnehmerInnen haben immer ein **Erfolgserlebnis**, wenn sie es verwenden. *Und es kann auch sehr lustig sein – was da alles immer so gebaut wird ![😉](https://hr-passionista.com/assets/emoji/1f609.svg).*

Da soll noch einer behaupten, man hätte danach keine **gute Gesprächsbasis** miteinander. Lego ist natürlich **nur eine Möglichkeit**, um eine **gemeinsame Aktivität zu starten**. Besonders aktivierend ist z. B. auch eine **neue Sitzordnung im Raum** oder **eine gemeinsame Teambuildingaktivität** wie „Schere, Stein, Papier“.

Wenn man in der Situation jedoch **keine gestalterische Befugnis hat**, um eine Aktivität vorzugeben, **reicht** z. B. schon eine **Einladung** an das Gegenüber doch **gemeinsam einen Kaffee zu trinken oder zum Buffet zu gehen**.

###### Egal was für eine Methode man wählt, es sollte immer zum Rahmen des Gespräches passen und didaktisch ein Bogen spannbar sein.

### **5\. Innere Haltung**

**Unsere innere Haltung bestimmt unser Leben**, also auch jedes Gespräch.

Hierzu gleich ein Beispiel: Die Wahrscheinlichkeit, dass ein Gespräch unangenehm verlaufen wird, wenn ich mit **einem negativen Bild oder Vorstellung** in eine **Besprechung** gehe, ist natürlich sehr, sehr hoch. Gehe ich jedoch mit einem **guten Gefühl** in ein Gespräch, so ist der **Outcome vermutlich auch positiv**.

### Pippi Langstrumpf hat sich ja auch immer vorgenommen: „Ich mach mir die Welt, so wie sie mir gefällt“, und ist damit immer wieder auf der Butterseite des Lebens gelandet. 

Genauso wie sie, können wir uns **gewisse Dinge einreden** und h**aben damit unsere Erstgespräche in der Hand**, weil **nonverbale Kommunikation** oft viel mehr über einen verrät als das, was tatsächlich im Gespräch gesagt wird.

**All das zusammen** ermöglicht es uns eine **gute Verbindung zu unseren GesprächspartnerInnen** aufzubauen und damit einen **guten ersten Eindruck** zu hinterlassen. Klingt doch alles ganz einfach, oder? Okay, es ist doch ganz schön **viel Info** auf einmal.

### *Aber mein Rat hierfür ist ganz klar:
mutig sein und einfach ausprobieren!*