# Warum der Nine-to-Five Job vielleicht gar keinen Sinn mehr ergibt.

- URL: https://hr-passionista.com/generation-slash-arbeitswelt-5-0-das-ende-von-9-to-5/
- Veröffentlicht: 2020-10-16
- Aktualisiert: 2026-01-29
- Autorin: Marion Eppinger (HR-Passionista)
- Kategorien: Change, New Work & Transformation

> Generation Slash verändert die Arbeitswelt: Warum das 9‑to‑5‑Modell wankt und welche Chancen Arbeitswelt 5.0 für HR und Führung bietet.

### Läutet die Generation Slash die Arbeitswelt 5.0 ein?

##### *Die Social Media Managerin, die nebenbei Kostüme entwirft und als Komparsin bei Filmen oder Theaterstücken mitwirkt. Der Buchhalter, der gerne singt und Klavier spielt und davon träumt, irgendwann auf der großen Bühne zu stehen.*

Immer mehr Menschen wollen **ihre Träume leben bzw. ihre Leidenschaften zum Beruf machen**. Hier steht **nicht der kommerzielle Erfolg** im Vordergrund, sondern die **Selbstverwirklichung und Identifizierung** mit der Tätigkeit. Unabhängig davon, ob man diesen “Traumberuf” erlernt hat, eine Vorbildung darin besitzt oder sich dieses Wissen sogar selbst angeeignet hat.

**Individualität und Selbstverwirklichung mit einer Nuance Kreativität** gewinnen für viele Menschen immer **mehr an Bedeutung** – spielt da ein geregelter Arbeitstag à la Nine-to-Five keine Rolle mehr? Der innere Drang sich **seinen Passionen beruflich zu widmen** und **neue Wege zu gehen** wird einem Generationentypus ganz besonders zugeschrieben: **Der Generation “Slash”**.

Laut Zukunftsinstitut ist das **Mindset der Slash-Generation facettenreich** wie das Spiel eines Kaleidoskops: **bunt, vielfältig, abwechslungsreich und etwas unberechenbar.** Ein vielleicht schon **altbekannter Ausdruck**, aber ich finde er **gewinnt wieder mehr an Wichtigkeit.**

Diese Generation **klettert nicht mehr die Karriereleiter nach oben,** sondern nimmt den einen oder anderen **Diskurs** in Kauf, um ihr **Wissen zu erweitern**. Anstatt mehr Macht und Status aufgrund ihrer Position zu gewinnen.

*Die Frage ist: Warum glauben dann immer noch so viele Menschen, dass ein Job der Erfüllendste ist?* Die **Antwort** hierfür ist sehr **simpel**: *Man hat ja auch nicht nur Interesse an einer Tätigkeit, nicht wahr? In der Freizeit gehen wir gerne mit dem Hund spazieren und schauen abends dann gern die eine oder andere Netflix-Serie – würde man sich für eines der beiden entscheiden wollen?* Nein – natürlich nicht.

![Person in elegantem, historischem Kostüm steht auf einer Bühne neben einem Kerzenständer – Blick auf den Bühnenhintergrund.](https://hr-passionista.com/media/2020/10/pexels-cottonbro-6899921-scaled-1-1024x683.webp)

### Also was bedeutet das jetzt für die **Arbeitswelt**? Läuten wir gar schon die **Arbeitswelt 5.0** ein?

**Krisen** zwingen uns oft zu **Veränderung**, ob wir wollen oder nicht. Meines Erachtens nach sind wir gerade in so **einer entscheidenden Phase**. Der **Wandel in der Arbeitswelt** ist **keine Evolution** mehr, sondern **eine Revolution.** Braucht es daher **revolutionäre Maßnahmen**, um dieser Krise standzuhalten?

**Ja!** Natürlich begleitet uns **Unsicherheit in diesen Zeiten**, aber es sollte **keine bleibende Schockstarre** entstehen, sondern irgendwann (nach dem ersten Innehalten) kommt man **wieder in Bewegung.**

*Ist jetzt also die Zeit, um alles hinzuschmeißen und Sänger zu werden?* Ein Teil wird sich denken, der oder die ist **wahn- oder leichtsinnig** – finanzielle Sicherheit ist doch das oberste Gebot, nicht wahr? Doch die **aller wichtigste Frage** dabei ist: **Wie hoch ist der Preis, den wir dafür bezahlen?**

*Eine nicht immer leicht zu beantwortende Frage* – geht es nicht in schwierigen Zeiten immer darum, sein **Glück zu finden** und **proaktiv Veränderung** in die Hand zu nehmen, weil man **sonst überrannt wird?**

Ein weiser Kollege hat einmal zu mir gesagt, **LOVE IT, CHANGE IT or LEAVE IT!**

Ich finde diesen Spruch immer noch sehr passend.

### Folgende **drei Fragen** sollten Sie sich daher stellen:

-   **Liebe ich das was ich tagaus, tagein mache** und ist der Nine-to-Five-Job genau das Richtige für mich?
-   **Kann ich etwas ändern,** damit ich mehr Glück und Freude im Leben und damit auch im Job habe?
-   Wenn alle Fragen mit NEIN beantwortet wurden, dann ist **„the last resort“ nur noch zu gehen bzw. zu kündigen.

    **

Bitte n**icht falsch verstehen**, das ist **kein Aufruf zum Handtuchschmeißen und Kündigen!**

**Reflektieren** wir gemeinsam: *Beantworten Sie die erste Frage mit NEIN, dann muss man sich sofort die nächste Frage stellen: „Kann ich etwas an meiner Situation ändern?“.*

#### Wenn Sie sich fragen, was gibt es für **Optionen**, dann gebe ich Ihnen **Einblick in meine Gedankenwelt:**

-   **Man kann immer etwas ändern** – zuerst einmal die **Haltung zu der Situation**. Wenn man jeden Tag mit mieser Stimmung ins Büro geht, wie soll es dann ein guter Tag werden?
-   Wenn Sie Ihre **Haltung geändert** haben, **beobachten** Sie, ob Ihr Umfeld sich dadurch verändert?
-   Wenn eine **grundlegende Veränderung bereits jetzt spürbar** geworden ist – dann überlegen Sie, ob es **Optionen** gibt, die Sie in Ihrer Arbeit **glücklicher machen** können? **Was sind Sie bereit gehen zu lassen?** Wie kann der **Arbeitgeber** Sie dabei **unterstützen?

    **

**MitarbeiterInnen** sind heutzutage ein **wichtiges Gut** und **Arbeitgeber** sind oft **dankbar**, wenn man **mit Vorschlägen kommt** und *nicht nur die Kündigung auf den Tisch knallt*. Also besprechen Sie, ob Sie **ein “Slashy” sind** oder vielleicht einer **werden möchten** – in dem Sie **Arbeit und Wünsche** durch ein **Teilzeitmodell verknüpfen**, eine **4-Tage-Woche** heraus verhandeln, einen **Werkvertrag** annehmen oder **Freelancer** werden. Egal welche Option Sie wählen – Sie sind **Ihres Glückes Schmied** und oft gibt es **neue Möglichkeiten,** die sich auftun, **wenn man sich dafür öffnet.**

![](https://hr-passionista.com/media/2025/11/DSC01841-Edit.jpg)

### Mein Fazit

Also ein Teil der Generation Slash bzw. ein liebevoll genannter Slashy sein, ist vielleicht nicht immer der einfachste Weg zu einem erfolgreichen und auch glücklichen Leben.

Mein Artikel soll eine Anregung sein, sich zu fragen, ob das was man macht erfüllend ist – nicht mehr oder weniger – und vielleicht ein Aufruf zum Umdenken. 

Egal was du für Gedanken dazu haben, gehe deinen Weg und verfolge deine Träume, denn nur dann, wird es dir leichter fällt, das zu tun, was du gerne möchtest. Stehe zu deinen Prinzipien und sprich die Themen an, weil es braucht Mut zum Handeln, damit Fortschritt passiert.