# KI im HR Management: Chancen & Herausforderungen

- URL: https://hr-passionista.com/ki-im-hr-chancen-und-risiken-fuer-die-zukunft/
- Veröffentlicht: 2024-04-12
- Aktualisiert: 2026-01-27
- Autorin: Marion Eppinger (HR-Passionista)
- Kategorien: Change, New Work & Transformation

> KI im HR: Welche Chancen und Risiken künstliche Intelligenz für HR‑Management, Führungskräfte und die Zukunft der Arbeit mit sich bringt.

##### Laut der Studie von Sage: [„HR im Wandel – Ausblick auf 2024“](https://www.sage.com/de-de/blog/hr-im-wandel-ausblick-auf-2024-wie-sehen-personalleiter-und-geschaftsfuhrer-die-zukunft-des-hr-managements-fy23/) leiden 94 % der befragten Personalverantwortlichen unter hoher Arbeitsbelastung und Stress.

Immer noch dominieren administrative Aufgaben den Alltag und hindern viele daran, Unternehmen strategisch zu unterstützen.

Um diesem Problem entgegenzuwirken, ist es notwendig, die **Digitalisierung** in HR-Abteilungen voranzutreiben und dabei **künstliche Intelligenz** (KI) unterstützend zu nutzen. Das ermöglicht HR-Abteilungen ihre Prozesse zu **optimieren** und **Ressourcen freizumachen**, damit Personalverantwortliche sich darum kümmern können, Unternehmen **strategisch fit** zu machen.

Was benötigt man, um KI effizient in HR-Management einsetzen zu können, welche KI Systeme gibt es, was darf ich rein rechtlich und in welchen Bereichen kann ich KI nutzen? Das Thema ist **umfangreich** und **komplex** zugleich, weshalb ich dir in meinem Blogartikel einen kurzen **Überblick geben** möchte.

### Daten sind entscheidend

Damit künstliche Intelligenz (KI) effizient und maßgeschneidert genutzt werden kann, ist eine **solide Datenbasis** von zentraler Bedeutung. Diese Datenbasis und Informationen, mit denen KI versorgt werden kann, sind ausschlaggebend für die **Auswahl des adäquaten KI-Systems.**

AI, Machine Learning, Deep Learning – was ist der Unterschied?

Um KI im Unternehmen zu etablieren, unterscheidet man prinzipiell zwischen **drei verschiedenen Systemen.** Zuallererst gilt es zu entscheiden, was mit Hilfe der KI erreicht werden soll und welche **Einsatzgebiete** es im Unternehmen gibt.

Schauen wir uns die Möglichkeiten an:

[![Digitale Darstellung einer vernetzten Kugel mit leuchtenden Linien und Punkten – Symbol für künstliche Intelligenz und Datenvernetzung](https://hr-passionista.com/media/2024/04/2.png)](https://hr-passionista.com/media/2024/04/2.png.webp)

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Um KI im Unternehmen zu etablieren, unterscheidet man prinzipiell zwischen **drei verschiedenen Systemen.** Zuallererst gilt es zu entscheiden, was mit Hilfe der KI erreicht werden soll und welche **Einsatzgebiete** es im Unternehmen gibt.

Schauen wir uns die Möglichkeiten an:

Was bei dem ganzen KI-Hype nicht vergessen werden darf, ist,  dass diese Systeme von uns Menschen lernen. KI lernt von unserem **Verhalten** und so lange es noch **gesellschaftliche Ungleichheiten** gibt, lernt die KI diese zu berücksichtigen und nimmt sie in ihre Bewertungskriterien mit auf. Das haben schon einige Fälle gezeigt, z.B. Amazon Facial Recognition System oder beim AMS, wo KI gezielt **diskriminiert** hat. Es ist wichtig, sich dessen bewusst zu sein und auch daran zu arbeiten, so **wenig Biases** wie möglich an die KI weiterzugeben. 

### Einsatz von KI und rechtliche Regulative

Einige KI-Systeme haben das Potenzial, HR-Verantwortliche im Unternehmen massiv zu entlasten und das HR Management auf ein neues Level zu heben. Wie bei allen Technologien gibt es jedoch Bedenken hinsichtlich des Datenschutzes. Die EU hat daher eine einheitliche Richtlinie entwickelt, den sogenannten AI Act, Diese Richtlinien werden demnächst in Kraft treten und festlegen, wie KI zukünftig genutzt werden darf oder eben nicht.

Beim AI Act gilt der risikobasierte Ansatz: anstatt alle KI-Systeme gleich zu behandeln, werden sie je nach ihrem Verwendungszweck und den damit verbundenen Risiken unterschiedlichen Regulierungs- und Überwachungsanforderungen unterzogen. Wie bei meinem obigen Beispiel gegenübergestellt, unterscheiden sich die KI-Systeme in ihrer Funktionalität und wie weitreichend sie Entscheidungsprozesse beeinflussen (können) oder sogar übernehmen. Darum ist es wichtig, auch in der Gesetzgebung Unterschiede zu machen.

> *Während zum Beispiel Deep Learning – also die prädiktive Analyse um Vorhersagen über Mitarbeiter\*innenbindung und -fluktuation treffen zu können – in Nordamerika schon alltäglich angewendet wird, ist dies in Österreich aktuell rechtlich noch nicht möglich.*

Auch wenn wir den AI Act noch nicht im Detail kennen, sollte man sich davon nicht abhalten lassen, sich bereits mit den **Möglichkeiten und Chancen,** die KI bietet, auseinanderzusetzen. So kann man sich – sobald alles rechtliche geklärt und öffentlich  ist – im Detail mit den eigenen **Anforderungen beschäftigen** und verpasst nicht den Anschluss.

### Einsatzbereiche im HR-Management

In Europa wird KI aktuell am häufigsten im Bereich Recruitment eingesetzt:

-   Verfassen von Stellenbeschreibungen
-   Platzierung von Stellenanzeigen auf sozialen Medien und Karrierewebsites
-   Abgleich von Bewerbungsschreiben
-   Führung und Analyse von Bewerbungsvideos
-   Testverfahren (Assessments)



Warum ist das so? Aufgrund des demografischen Wandels und des Fachkräftemangels braucht es neue Methoden im Recruiting. Der Einsatz von KI im Recruiting revolutioniert den Bewerbungsprozess in vielen Unternehmen. Künstliche Intelligenz entlastet HR-Abteilungen enorm und sorgt so für optimierte Auswahlverfahren.

-   **Effizienzsteigerung**: KI kann den Rekrutierungsprozess automatisieren und beschleunigen. Sie kann große Mengen an Bewerbungen analysieren, um perfekte Kandidat\*innen herauszufiltern, was den Zeitaufwand für Personalverantwortliche erheblich reduziert.
-   **Bessere Kandidat\*innenübereinstimmung**: Durch den Einsatz von KI-Algorithmen können Personalabteilungen die Bewerber\*innenprofile mit den Anforderungen der Stellenangebote besser abgleichen.
-   **Verbesserung der Kandidat\*innenansprache:** Genauso wie sich Unternehmen eine auf die Stellenanzeige angepasste Bewerbung erwarten, kann KI die Stellenausschreibungen an potentielle Bewerber\*innen individuell anpassen. KI-gestützte Systeme können so personalisierte Kommunikation ermöglichen, indem sie Bewerber\*innen-Profile analysieren und entsprechende Nachrichten oder Stellenangebote bereitstellen.
-   **Analytische Einblicke**: KI kann umfangreiche Daten über den Rekrutierungsprozess sammeln und analysieren. Daraus gewinnen Unternehmen tiefgehende Einblicke in Trends, Erfolgsfaktoren und Optimierungsmöglichkeiten

Recruitment ist jedoch nur einer von vielen Bereichen. Ein spannender Bereich nebst **Personaladministration**, wo Prozesse wie Onboardingmaterial oder Mitarbeiter\*innenbefragungen automatisch erstellt werden können, ist auch die **Personalentwicklung**. KI wird einen Teil unseres Lernverhaltens revolutionieren. So kann sie z.B. für Präsentationstraining eingesetzt werden. Die **KI gibt** dir anhand vorgegebener Kriterien **Feedback** zu deiner Präsentation, z.B. zu Stimme, Wortwiederholungen, Lautstärke etc. und macht dir gezielt Vorschläge, wie du dich verbessern kannst. Sehr spannend!

Kurz gesagt, kann KI in fast allen **HR-Prozessen** unterstützend eingesetzt werden.  Der Trend geht zukünftig auch dahin, dass HR Abteilungen bereits jetzt verstärkt **Data-Driven** arbeiten müssen – Stichwort People Analytics. Das eröffnet uns neue Möglichkeiten, **Daten** zu **analysieren** und diese mit Hilfe von KI zünftig einzusetzen, um **objektiv** noch **bessere Entscheidungen treffen** zu können. 

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### Mein Fazit

Die Frage ist nicht mehr, ob man KI nutzen möchte, sondern vielmehr, welche  **Digitalisierungsstrategie** man verfolgt und wo es **Sinn** macht, KI im Unternehmen einzusetzen. Der Einsatz kann nur gut funktionieren, wenn **relevante Daten** verfügbar sind, um damit die KI zu füttern. Die rechtlichen Rahmenbedingungen dafür sind noch schwer abzuschätzen, aber die Zukunft wird zeigen, wohin die Reise geht. Wichtig ist zu beachten, dass keine KI der Welt die **menschliche Perspektive** ersetzen wird, sondern dass es mehr darum geht, sich **gegenseitig zu unterstützen** und Prozesse zu **optimieren**.

Die Informationen in diesem Blogbeitrag stammen aus dem Seminar "KI im HR-Management" der ARS Akademie, das nicht nur einen guten Überblick über KI vermittelt, sondern auch eine solide Grundlage bietet, um sich mit dieser Thematik auseinanderzusetzen.

Vielen Dank an die Vortragenden, Lukas Hutter, Alexander Zojer, Andreas Tinhofer und Martin Bernardi. Weitere Informationen und Termine für das Seminar findest du unter KI im HR Management. Falls du teilnehmen möchtest, kannst du den Code **"HRPassionista2024"** verwenden, um **10 % Rabatt** auf den Seminarbeitrag zu erhalten.

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[ARS Akadmie](https://ars.at/) [Wissen, das beflügelt](https://ars.at/)

Die Informationen in diesem Blogbeitrag stammen aus dem Seminar „KI im HR-Management“ – ARS Akademie. Das Seminar liefert einen guten Überblick zu KI und auch eine solide Grundlage, um sich mit dieser Thematik auseinanderzusetzen. 

Vielen Dank an die Vortragenden, Lukas Hutter, Alexander Zojer, Andreas Tinhofer und Martin Bernardi. Weitere Informationen und Termine für das Seminar findest du unter [KI im HR Management.](https://ars.at/seminar/332233/)

Falls du teilnehmen möchtest, kannst du Code „HRPassionista2024″verwenden, um 10 % Rabatt auf den Seminarbeitrag zu erhalten.

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