# Warum Out-/Newplacement, gerade in Zeiten wie diesen, mehr relevant ist, denn je?

- URL: https://hr-passionista.com/warum-outplacement-heute-wichtiger-ist-als-je-zuvor/
- Veröffentlicht: 2021-02-12
- Aktualisiert: 2026-01-30
- Autorin: Marion Eppinger (HR-Passionista)
- Kategorien: Strategisches HR, Talent Management & Learning & Development

> Warum Outplacement heute unverzichtbar ist: faire Trennungen, starke Employer Brand und wirksame Unterstützung für Mitarbeitende.

> Als Personalistin war ich immer darauf bedacht, dass MitarbeiterInnen sich gut aufgehoben fühlen, selbst wenn sie ihren Job verlieren. Ich habe sehr oft Out-/Newplacements angeboten – einerseits durch externe Berater und andererseits selbst intern, durch meine Erfahrung und Ausbildung, ist einiges abgedeckt. Ich begleite nun als selbständiger Coach Betroffene in Veränderungsprozessen, um sie bestmöglich in solchen Situationen zu unterstützen.
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##### COVID-19 hat uns als **Gesellschaft** und die **Wirtschaft** extrem **durchgeschüttelt**. Zunächst war dies sicher ein **Weckruf etwas zu verändern,** in der **Folge schlittern** aber viele **Unternehmen in Krisen.** Wenn nun ein Unternehmen **finanziell unter Zugzwang** gerät, müssen **Kosten gespart werden** und **Personalabbau** wird meist **unvermeidbar**.

**ArbeitnehmerInnen** geraten in **Panik**, weil ihre **Existenzen gefährdet** sind und **Fixkosten** eventuell **nicht** einmal **mehr bezahlt werde**n können. Es ist also **mehr denn je wichtig,** ein **Out-/Newplacement Service** anzubieten, um **MitarbeiterInnen** bei dieser **belastenden Erfahrung zu begleiten** und bestmöglich zu **unterstützen**. Dieser **Lösungsansatz** ist **langfristig und nachhaltig**, der **wirtschaftlich**, aber auch **sozialpolitisch** gesehen, nicht unterschätzt werden sollte.

## Was ist den Out-/Newplacement überhaupt?

Out- bzw. Newplacement ist eine vom Unternehmen **finanzierte Dienstleistung** für **ausscheidende MitarbeiterInnen**. Es geht dabei um eine **professionelle Hilfestellung** und **berufliche Neuorientierung/-positionierung** für diese Menschen.

Hierbei **trägt der Arbeitgeber die Kosten** für die externe Begleitung eines gekündigten Mitarbeiters / einer MitarbeiterIn.

#### Warum sollte man als Unternehmen Out-/Newplacement Initiativen anbieten?

1.  Die **Kosten eines Trennungsprozesses** können enorm **hoch** sein, wenn es zu einem Streitfall kommt – ist man unterstützend, kann das dazu beitragen, vorab einen **einvernehmlichen Weg zu finden**. Eine **Win:Win Situation** für beide Seiten!
2.  **Employer Branding** – Ein klares Signal: Man k**ümmert sich um MitarbeiterInnen**, auch wenn sie das **Unternehmen verlassen**. **Verbleibende Mitarbeiter** wissen, dass sie durch die Out-/Newplacement-Beratung **gut aufgehoben** sind und auch nach einem Austritt weiterhin **Botschafter für das Unternehmen** bleiben. So kann man **übler Nachrede vorbeugen**. → Stärkung der ****Corporate Social Responsibility****


#### Wie kann denn so eine Begleitung in der Praxis aussehen?

Das **Ausmaß der Beratungsleistung** wird vor dem Kündigungsausspruch **mit dem Arbeitgeber festgelegt.** Dies kann ein *Erstgespräch, Lebenslauf-/Karrierecheck, Positionierung am Arbeitsmarkt, Bewerbungscoaching bis hin zu begleitender Beratung/Coaching für eine Neuausrichtung* beinhalten.

## Das Erstgespräch

Grundsätzlich beginnt alles mit einem Erstgespräch mit dem/der betroffenen Mitarbeiter/Mitarbeiterin. Den **Menschen dort abholen, wo er gerade steht**. Ein Jobverlust ist immer **hoch emotional** und da **unterstützt eine professionelle Beratung**:

-   **Analysieren** der Situation, was gerade passiert ist
-   **Reflektieren**, wohin die Reise gehen könnte – alles sehr bedacht, um nicht zu überfordern
-   **Perspektivenwechsel aufzeigen**, oft geht es einfach darum, neue Wege aufzuzeigen oder einfach ums Reden / Zuhören – es kommt ganz auf die Person und deren persönliche Situation an

#### **Der Karriere-/Lebenslaufcheck**

Hier gilt es zu erörtern, wohin sich der oder die **Betroffene entwickeln** möchte. Folgende Fragen können zum Karrierecheck gestellt werden:

-   *Soll die nächste Position in derselben Branche sein?*
-   *Eine ähnliche Tätigkeit beinhalten?*
-   *Auf demselben Level in einer anderen Organisation sein?*
-   *Wie soll die Gehaltsstruktur sein?*
-   *Möchte man einen Karrieresprung machen?*
-   *Generationencheck: Muss ich einen Wiedereinstieg schaffen, wenn ich 50+ bin? Oder habe ich Alternativen?*
-   *Soll es eine komplette Neuorientierung sein?*

Diese **Fragen** müssen vorab **geklärt werden**, bevor man das Thema Lebenslauf überhaupt angreift. **Ziele und Richtung** sollten klar sein, damit man den **Lebenslauf dementsprechend anpassen / überarbeiten** kann.

Für den Lebenslaufcheck kann ein **externer Blick** sehr hilfreich sein. Es gilt darauf aufmerksam zu machen, wo **mögliche Lücken sind oder Änderungen positiv** wären, um sich **bestmöglich am Arbeitsmarkt zu präsentieren.**

Kurz zusammengefasst gilt für Lebensläufe immer: **gut strukturieren und übersichtlich gestalten**, damit der Leser auf den Ersten Blick dem Inhalt folgen kann.

#### **Positionierung am Arbeitsplatz**

Manchmal geht es nicht darum, zu suchen, sondern um gefunden zu werden.

-   Gemeinsam **Social-Media-Kanäle updaten** und Einstellungen aktualisieren.
-   **Netzwerken:** Ein guter Outplacement-Berater ist weitreichend vernetzt und weiß, was sich gerade so am Markt „tut“. Verlinken mit unterschiedlichen Partnern und Veranstaltungen auswählen, um sich virtuell oder persönlich mit Gleichgesinnten auszutauschen. Das Motto hier lautet: ins Getümmel schmeißen, denn wie sagt man so schön? ”Durch’s Reden kommen d’Leute z’amm”.
-   **Kontakt zu Personalberatern** – entweder der Outplacementberater ist Teil einer Beratungsfirma oder hat persönlich gute Kontakte, die den/die ehemaligen MitarbeiterIn vermitteln können. Viele Positionen werden oft verdeckt gesucht und man weiß gar nicht, dass diese vakant sind.

Sich von **Experten beraten** und eine **Einschätzung vom Markt geben zu lassen**, ist wirklich ratsam. Schließlich hat man hier nichts zu verlieren, sondern nur zu gewinnen!

#### **Bewerbungscoaching**

Sich **anleiten lassen**, wie man am besten **im Bewerbungsgespräch auftritt,** ist grundlegend für eine erfolgreich Jobsuche.

-   Was ein Bewerbungscoaching genau beinhalten soll, hängt natürlich von der **Persönlichkeit** des Betroffenen ab
-   Grundsätzlich sollte es um den **ersten Eindruck gehen**, **Mimik & Gestik** üben und erkennen, **Fragestellungen** durchspielen und durch **Persönlichkeit** beeindrucken

**All das und noch viel mehr**, kann in einem Bewerbungscoaching erarbeitet werden.

#### **Begleitendes Coaching / Beratung**

Ein **begleitendes Coaching**, unabhängig vom Bewerbungsprozess, ist in so einer Situation immer von Vorteil:

-   den **Rückschlag** der Kündigung **überwinden**
-   neues **Selbstvertrauen gewinnen**
-   **Ideen und Visionen** für die Zukunft erarbeiten
-   **lösungsorientierte Beratung** **u. neue Wege beschreiten**

Das sind natürlich **nur einige Aspekte,** die durch ein Coaching erlangt werden können. *Wir kratzen hier nur an der Oberfläche.*

#### **Platzierungsgarantie**

Oft bieten Out-/Newplacement Berater eine **Garantie** an für eine **erfolgreiche Besetzung**. Das ist gut für den Bewerber!

###### *→ Ich persönlich würde davon in der heutigen Zeit abraten. Meines Erachtens geht es oft nicht darum in eine Fixanstellung zurückkehren, denn eine neue Position muss nicht immer der richtige Weg sein.*

Viele nutzen die **Chance** was anderes zu machen, eine **Bildungskarenz** oder ein eigenes **Unternehmen zu gründen.**

![](https://hr-passionista.com/media/2025/11/DSC01841-Edit.jpg)

### Mein Fazit

Out-/Newplacement ist eine **gute und wichtige Sache**. So ein Service anzubieten, ist **sozial** gesehen eine großartige Sache, aber auch eine **Image-Thema** für Unternehmen. Bietet man so ein Service an, wird man **am Markt** sicher **anders wahrgenommen** und wie wir wissen – auch **Mundpropaganda** sollte man nicht unterschätzen.

*Ich begleite solche Prozesse immer sehr gerne*. Die **erste Erfahrung** mit Betroffenen ist dabei meist **sehr hart und traurig.** Doch wenn man es schafft, eine **positive Weiterentwicklung** für die Person zu erreichen, fühlt man sich **doppelt belohnt**. **Mein Vorteil** in diesem Bereich ist mein Blickwinkel für **beide Sichtweisen** – die **unternehmerische- und die Beratersicht** (Personalisten, Arbeitnehmer,…). 

Dadurch ist eine **ehrliche Win:Win-Situation** leichter zu erreichen. Natürlich kann man **keine Garantie** für die Zukunft abgeben, aber **ich gebe mein Bestes für jeden der zu mir kommt.**